Praktische Tipps für die erfolgreiche Arbeit außerhalb des Büros

Wie Sie die Nachteile des Home Office umgehen

Practical Tipps Home Office

In meinem letzten Artikel habe ich einige Hilfestellungen gegeben, wie Sie Ihren Chef überzeugen, auch langfristig auf Home Office zu setzen. Heute möchte ich meine einige Erfahrungen mit der Arbeit von zu Hause aus mit Ihnen teilen. Diese Tipps befolge ich persönlich und ihre positiven Auswirkungen auf mich, meine Mitarbeiter und meine Familie sehe ich tagtäglich.

Seit fast zehn Jahren arbeite ich im Home Office und leite Teams, die ebenfalls alle per Telearbeit in Frankreich, Belgien, Spanien und der Ukraine arbeiten. Ihre Profile und Funktionen sind unterschiedlich – beispielsweise Verkäufer, Marketing-Mitarbeiter, Techniker und Administratoren.

Es gibt einige Punkte, die immer wieder als “Nachteile des Home Office” und damit als Gründe gegen die Arbeit außerhalb des Büros angeführt werden. Die meisten kann man allerdings wie Sie sehen werden ohne Probleme umgehen.

Kein Abschalten auf dem Heimweg mehr

Wenn Sie im Home Office arbeiten, fahren Sie nicht mehr mit dem Auto nach Hause, schalten das Radio nicht ein, um Talk-Shows, aktuelle Musik oder Ihre Lieblings-MP3 zu hören, und tauchen auch nicht mehr in den öffentlichen Verkehrsmitteln in Ihr Smartphone ab. Wie ein Taucher, der an die Oberfläche steigt, ohne die Dekompressionsstops zu beachten, verlieren Sie den Vorteil des Abschaltens während des Pendelns, das es Ihnen ermöglicht hat, an etwas anderes zu denken und die Arbeit hinter sich zu lassen.

Sie müssen sich daher zwingen, dieses Abschalten anders zu forcieren. Sie sollten es zu einer täglichen Routine machen, die Sie am Ende Ihres Arbeitstages zwingend einhalten. Nehmen Sie sich am Ende des Tages einen Moment Zeit, bevor Sie Ihr Büro verlassen, um im Internet zu surfen und Videos anzusehen oder einen Artikel über Ihr Lieblingshobby zu lesen. Das ist die Grundlage von allem. Alles, was in diesem Artikel folgt, nützt nichts, wenn diese Grundregel nicht befolgt wird.

Kein geselliger Kaffee mehr

Es war nicht das Ergebnis der nahezu perfekten Synchronisation des Koffeinmangels, das dazu führte, dass sich viele von Ihnen gleichzeitig in der Nähe der Kaffeemaschine einfanden. Vielmehr ging es darum, Kontakte knüpfen und sich austauschen.

Holen Sie sich eine Videokonferenzlösung und nutzen Sie Videokommunikation anstelle von Telefonaten. Eine Videokonferenz mit Ihren Kollegen macht den Austausch menschlicher. Wenn Sie Abteilungsleiter sind, organisieren Sie dreimal im Jahr ein zwei- oder dreitägiges Arbeitstreffen an einem gemütlichen Ort. Dank Home Office erzielen Sie erhebliche Einsparungen bei Ihren Fixkosten. Investieren Sie also diese in eine schöne Eventlocation. So steigern Sie auch die Motivation Ihrer Mitarbeiter.

Keine Sperrstunden mehr

Im  Home Office ist es einfach, am Morgen etwas später mit der Arbeit zu beginnen. Schließlich schaut keiner auf die Uhr, wenn Sie ins Büro gehen. Es ist aber auch genauso einfach, den Arbeitstag nach dem gleichen Prinzip später zu beenden. Man muss also Regeln festlegen und diese respektieren. Sie haben einen Google- oder Outlook-Kalender. Erstellen Sie daher morgens und am Ende des Arbeitstages einen täglichen Eintrag als “Gleitzeit-Blocker”. Sie müssen in der Lage sein, diesen Eintrag in Ihrem Kalender in die Tat umzusetzen. Geben Sie also eine Dauer von 30 Minuten ein. Er muss deutlich hervorstechen, wenn Sie sich Ihren Kalender ansehen. Am besten stellen Sie eine akustische Benachrichtigung auf Ihrem PC dafür ein. So werden Sie daran erinnert, wann sich der Arbeitstag dem Ende neigt.

Keine Flur-Fitness bei der Arbeit mehr

Auch wenn der Gang zu einem anderen Büro keine Marathonstrecke war und Sie niemals ein Lauf-Champion geworden wären, waren sie doch viel unterwegs. Sie sind von einem Büro zum anderen gegangen, in die Cafeteria oder ins Restaurant. Sie haben die öffentlichen Verkehrsmittel genutzt oder sind in Ihr Fahrzeug gestiegen. Durch das Home Office beschränken sich Ihre Schritte auf den Gang zur Küche, zum Büro, zu der Toilette und möglicherweise zum Wohnzimmer für die Mittagsnachrichten. Zwingen Sie sich, am Mittag einen 30-minütigen Spaziergang zu machen und vergessen Sie nicht, Ihr Smartphone dabei zu Hause zu lassen.

 

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