Wildix vs. Google Meet: Welche Merkmale überzeugen?

Wildix vs. Google Meet: Whose Features Reign Supreme?

Seit vielen Monaten müssen wir uns auf virtuelle Treffen beschränken. Da überrascht es nicht, dass es derzeit unzählige Freemium-Videokonferenzprodukte auf dem Markt gibt.

Das größte dieser kostenlosen Angebote, Zoom, haben wir uns bereits näher angesehen und die Gründe dafür erörtert, warum einige (fehlende) Funktionen und die Sicherheitsdefizite es für den Einsatz in Unternehmen zu einer mittelmäßigen Wahl machen. Es ist nun an der Zeit, einen weiteren, aufstrebenden Stern am Freemium-Himmel zu betrachten: Google Meet.

Sind Sie bereits ein eifriger Nutzer von Google-Produkten, wie etwa der Suchmaschine oder Google Mail? Dann haben Sie sicherlich schon von Google Meet gehört. Bisher wurde dieser Dienst ausschließlich kostenpflichtig angeboten. Nun hat Google Meet eine Gratis-Option, die es zweifellos zu einer attraktiven Video-Anwendung macht.

Wie effektiv aber ist diese Lösung und kann sie sich mit Wildix messen?

Funktionsvergleich

Am besten lassen sich beide Produkte anhand ihrer Leistungsmerkmale vergleichen. Werfen wir also einen Blick darauf:

1. Video

Die größte Anziehungskraft in Google Meet übt natürlich das Feature aus, für welches es am stärksten beworben wird: Videokonferenzen. Auf den ersten Blick wirkt diese Funktion recht potent, so wie man es von einem Google-Produkt erwarten würde.

Im Vergleich zu Meet weist Wildix jedoch einige bemerkenswerte Unterschiede im Video-Bereich auf.

Erstens: Während Wildix die Videoqualität automatisch an Ihre Internet-Geschwindigkeit anpasst, legt Google Meet diese auf die Standardauflösung von 360p fest. Um sie auf HD zu verbessern, müssen Sie die Kamera-Einstellungen manuell anpassen.

Zweitens: Um die kostenlose Meet-Version zu nutzen, müssen sich alle Konferenzteilnehmer in ein G-Suite-Konto einloggen. Alle Videoanrufe sind auf 1 Stunde begrenzt. Diese Beschränkungen entfallen bei kostenpflichtigen Lizenzen.

Drittens: Meet ist hinsichtlich der Webbrowser-Unterstützung eingeschränkt. Das Tool ist nur auf den Desktop-Browsern Google Chrome, Mozilla Firefox, Microsoft Edge und Apple Safari nutzbar. Wildix läuft hingegen auf jedem HTML5-fähigen Browser. Das heißt zusätzlich zu den vier zuvor genannten Browsern auch auf Opera und auf vielen anderen Webbrowsern, egal ob Desktop- oder Mobile-Version.

Viertens: Bei Meet ist die Teilnehmerzahl begrenzt: Die Gratis-, Basis- und Business-Lizenzen erlauben je bis zu 100 Teilnehmer, die Premium-Lizenz maximal 250 Teilnehmer. Auch das ist bei Wildix anders, denn unabhängig vom Lizenztyp unterstützt Wildix eine unbegrenzte Anzahl von Teilnehmern.

2. In-Conference Chat

Ein In-Conference-Chat steht in Google Meet zur Verfügung, ist aber nicht sonderlich attraktiv. Es gibt hierfür ein Chat-Fenster – und Chatten ist so ziemlich das Einzige, was man damit machen kann. Die einzige Funktion ist, Textnachrichten an alle Konferenzteilnehmer zu schicken oder diese zu lesen. 

Unterdessen kann Wildix’ In-Conference-Chat weit mehr. Sie können individuellen Benutzern private Nachrichten senden oder Dateien mit der Gruppe über das Chat-Fenster austauschen. Zudem fehlt in Google Meet, im Gegensatz zur Wildix-Lösung, auch ein Button zur Verwendung von Emoticons.

3. Bildschirmfreigabe und Steuerelemente

Bildschirmfreigabe, Mikrofon-Steuerung und Bildschirm-Fernsteuerung sind ebenfalls Funktionen, die sowohl Google Meet als auch Wildix beherrschen. Die Steuerungsfunktionen in Meet sind jedoch insgesamt begrenzter: Vor allem fehlen der Software derzeit ein virtuelles Whiteboard und eine „Handzeichen“-Funktion (obwohl Google angekündigt hat, beide Funktionen „demnächst“ einzuführen).

Diese beiden Funktionen, zusammen mit zusätzlichen praktischen Features wie der simultanen Übertragung von YouTube-Videos sowie der Integration von YouTube und Facebook für Live-Streams, sind bei Wildix bereits vorhanden.

Auch ein Vergleich der bereitgestellten Tastaturkürzel lohnt sich: Wenngleich beide Lösungen diese Option bieten, ist die Wildix-Version weitaus vielfältiger.

Keyboard shortcuts for both systems: Meet is on the left, while Wildix is on the right.

Tastaturkürzel für beide Systeme: Meet links, Wildix rechts.

4. Sicherheit

Anders als in unserem Wildix vs. Zoom Vergleich sind bei Google Meet relativ wenige sicherheitsrelevante Unterschiede beachtenswert. Als Google-Produkt ist Meet eine sehr sichere Anwendung. Genau wie Wildix nutzt es WebRTC, um sichere Verbindungen mit den Konferenzteilnehmern herzustellen.

Merkwürdigerweise bietet Meet jedoch bei der teuersten Unternehmenslizenz (und nur dort) eine „verbesserte Sicherheit“ an. Benutzer erhalten dann Zugriff auf sicheres LDAP, Single-Sign-On für kennwortgeschützte Anwendungen und ein Security Management Center.

Warum diese Funktionen in einer eigenen Lizenzstufe offeriert werden, bleibt unklar. Wildix bietet allen Nutzern ungeachtet der Lizenzstufe volle und zuverlässige Sicherheit.

5. Konferenzaufzeichnung

Hier kommen wir zum größten Unterschied zwischen Google Meet und Wildix und zu einem Aspekt, der viele Nutzer davon abhalten dürfte, die Gratis-Lizenz zu wählen. Denn in der kostenlosen Meet-Version gibt es keine Möglichkeit, Konferenzen aufzuzeichnen und herunterzuladen.

Das Fehlen dieses Merkmals bringt erhebliche Probleme mit sich. Falls Teilnehmer an einer Videokonferenz nicht teilnehmen können, ermöglicht ihnen eine Videoaufzeichnung, sich nachträglich schnell über den Inhalt zu informieren. Gleichermaßen kann man durch eine Aufzeichnung bequem Informationen einer vergangenen Veranstaltung noch einmal auffrischen. Da diese Funktion in der kostenlosen Meet-Version fehlt, ist diese für eine geschäftliche Nutzung weitaus weniger geeignet.

Aufzeichnungen stehen jedoch in Google Meet zur Verfügung, wenn Sie sich für eine kostenpflichtige Variante entscheiden. Vielleicht versteht es sich von selbst, aber die Optionen zur Aufzeichnung sowohl von Videokonferenzen als auch von reinen Audio-Gesprächen (die bei Meet ebenfalls fehlen) sind bei Wildix für sämtliche Lizenzen problemlos verfügbar.

Gesamtbild

Wenn man all diese Merkmale zusammenfasst – wie schlagen sich dann Google Meet und Wildix insgesamt?

Besonders attraktiv macht Google Meet wohl derselbe Aspekt, der schon die Nutzer von Zoom anlockt: der Preis (bzw. dessen Fehlen). Wie bereits erwähnt, lässt sich Meet, obwohl es eine kostenpflichtige Option bietet, völlig kostenlos nutzen. Und es besteht kein Zweifel, dass viele allein von diesem Kriterium überzeugt sein werden.

Allerdings ist, wie wir gesehen haben, dieses „gratis“ Etikett mit Einschränkungen verbunden. Zum einen beschränkt Google bei der Nutzung der kostenlosen Lizenz alle Videoanrufe auf nur 1 Stunde. Zum anderen können die Teilnehmer von „Meet for free“ keine Konferenzen für eine spätere Nutzung aufzeichnen.

Für Geschäftszwecke machen diese Einschränkungen den Wert der Nutzung der kostenlosen Lizenz praktisch zunichte. Lohnt sich also der Wechsel zu einer kostenpflichtigen Google-Meet-Lizenz, statt für Wildix zu bezahlen?

Die Antwort darauf hängt natürlich von der individuellen Situation jedes Unternehmens ab. Generell ist jedoch zu bedenken, dass das kostenpflichtige Upgrade von Meet im Vergleich zur kostenlosen Version relativ wenige Zusatzfunktionen umfasst: Soweit wir wissen, beschränken sich die Vorteile auf die Aufhebung der 1-Stunden-Begrenzung für Videoanrufe und die Möglichkeit, Konferenzen herunterzuladen, sowie mehr Speicherplatz auf Google Drive.

Darüber hinaus wirbt Google im Rahmen einer kostenpflichtigen Lizenz mit dem Zugang zur integrierten G-Suite (wie Docs, Google Mail und Calendar). Da jedoch alle diese Dienste bereits kostenlos zur Verfügung stehen, kann man sie, unserer Meinung nach, nicht als Zusatzangebot ansehen.

Eine Wildix-Lizenz bietet Ihnen ein zuverlässigeres Videokonferenzsystem, Zugang zu einer integrierten Chat-Funktion, die auch außerhalb der Konferenzfunktion verfügbar ist, bequeme Dateifreigabe, reine Sprach-Anrufe, browserintegrierte Telefonwahl, Voicemail und vieles mehr. Und das alles zusätzlich zu der auf Ihrer Website verfügbaren WebRTC Kite Chat-Funktion sowie dem Zugang zu detaillierten Informationen über den Anrufverkehr über CDR-View.

Wirksam, wenn auch einfach

In Summe scheint das Motto von Google Meet „wirksam, wenn auch einfach“ zu sein. Die kostenpflichtige Meet-Lizenz mag für ein Unternehmen mit begrenzten Bedürfnissen eine praktikable Wahl sein, während die kostenlose Lizenz eher für die nicht-geschäftliche Nutzung gedacht ist. Wildix‘ Videolösung bietet hingegen ein weitaus umfassenderes Angebot mit weiteren zahlreichen Hightech-Kommunikationswerkzeugen.

Diese Differenzierung ist wichtig, denn Videoanrufe sind bei weitem nicht die einzige Möglichkeit, wie Mitarbeiter – ob im Büro oder Homeoffice – kommunizieren: Chats, Sprachanrufe, Festnetz- und Mobiltelefonanrufe, File-Sharing und viele andere Kommunikationsmittel sind der Schlüssel zum Erfolg eines jeden Büroangestellten. Im Gegensatz zu Google Meet bietet Wildix all diese in einer Lösung zusammen mit einem Videotool an.

Das ist bei weitem kein abschließendes Urteil für Wildix gegenüber Meet unter allen Bedingungen. Nichtsdestotrotz ist es ein entscheidender Unterschied, den es bei der Beurteilung der beiden Lösungen für die Anwendung im Geschäftsleben zu berücksichtigen gilt.

Überblick:

Wildix Google Meet
Videoanrufe in unbegrenzter Länge
  • Kostenlose Version: 1 Stunde (Limit pro Videoanruf)
  • Bezahlte Version: unbegrenzte Länge des Videoanrufs
Unbegrenzte Anzahl von Teilnehmern bei Videokonferenzen Bis zu 100 Teilnehmer in einer Videokonferenz in den meisten Lizenzen; bis zu 250 Teilnehmer bei Unternehmenslizenz
„Handheben“ und Whiteboard-Funktionen Beide Features „in Kürze verfügbar“
Kann in jedem HTML5-unterstützenden Browser (Mobil oder Desktop) oder als App verwendet werden In Desktop-Browsern nutzbar (Chrome, Firefox, Edge und Safari) oder als App
Chatten, Screen-Sharing und Stummschalten anderer Benutzer Chatten, Screen-Sharing und Stummschalten anderer Benutzer
In-Chat-Dateifreigabe verfügbar Kein In-Chat-File-Sharing; nur Anhänge, die mit der Einladung zum Meet-Kalender verknüpft sind, können geteilt werden
Simultane Ausstrahlung von YouTube-Videos + Integration mit YouTube und Facebook für Live-Streams Keine vergleichbaren Merkmale vorhanden
Aufzeichnungsfunktion und sichere Downloads
  • Kostenlose Version: keine integrierte Möglichkeit, Anrufe aufzuzeichnen, auch nicht bei Verwendung der Autotranskriptionsfunktion
  • Bezahlte Version: Aufnahmefunktion und sichere Downloads (keine Möglichkeit, Transkripte allein herunterzuladen)
14 Tastaturkürzel in der Videokonferenz 7 Tastaturkürzel in der Videokonferenz

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